IdentitiesIdentities

"Ich kann zwei Gesichter haben, aber ich kann sie nicht gleichzeitig haben" ist ein Zitat der Hauptdarstellerin, Chantal. Das Buch und die Inszenierung regen den Betrachter an über das eigene Ich nachzudenken. Das Stück zeigt ein Liebespaar, welches sich aus Eifersucht, mangelnder Kommunikation, Misstrauen und Verlustängsten im Laufe der Zeit entfremdet. Traum und Wirklichkeit beginnen sich so miteinander zu vermischen und die Identität des Ichs wird immer mehr in Frage gestellt.  Es tanzen zwei Tänzer, die das reale Paar darstellen, und zwei Tänzer, die ihre Traumbilder, sozusagen ihr zweites Gesicht, sind.

Die realen Figuren tragen Kleidungsstück in Grautönen. Die Traumfiguren unterscheiden sich im ersten Moment optisch nicht von den realen Personen. Erst bei genauer Betrachtung entdeckt man, dass die Traumfiguren einen „Abdruck“ dieser Kleidung tragen. Es entsteht eine visuelle Illusion, die den Betrachter irritieren und täuschen soll.  Wie auch im Buch, soll er zum Schluss nicht mehr wissen wer real und wer unecht ist und wann  der Traum begonnen hat, sich mit der Realität zu vermischen.